Was ist Neurofeedback?

Biofeedback ist eine Therapieform, bei der der Klient eine Rückmeldung („Feedback“) über Körpersignale und Körperfunktionen erhält, die normalerweise unwillkürlich ablaufen und deshalb nicht wahrgenommen werden. Diese Rückmeldung erfolgt zum Beispiel über einen Bildschirm oder Töne. Der Mensch kann dadurch lernen, unbewusstes Verhalten zu kontrollieren und diese Kontrolle zur Verbesserung der eigenen Lebensqualität nutzen.

Neurofeedback ist EEG-Biofeedback, zeitgleich mit einer Gehirnwellenmessung (EEG) erfolgen Rückmeldungen über die Zustände unseres Gehirns.

IFEN zertifiziert

Veronika Staudacher  ist zertifizierte Neurofeedback-Therapeutin IFEN

 

Meine Therapieangebote

Assessment/Diagnostik

  • QEEG
  • Mini Q nach Dr. Paul G. Swingle

Therapien

  • Frequenzbandtraining
  • Z-Score (Datenbank)-Training
  • Infra Slow Fluctuations (ISF)

Anwendungsgebiete

Neurofeedback findet Anwendung bei Problemen und Störungen, die mit dem Zentralen Nervensystem in Verbindung stehen.

  • ADS/ADHS
  • Angst/Panik
  • Autismus
  • Burnout
  • Demenz
  • Depression
  • Epilepsie
  • Lernstörung, Teilleistungsstörungen z. B. LRS
  • Migräne
  • PTBS Posttraumatische Belastungsstörung
  • Prüfungsangst
  • psychosomatische Probleme
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Schlafstörungen, CFS
  • Schlaganfall
  • Schmerzsyndrom
  • Schwindel
  • Sucht
  • Trauma
  • Verhaltensstörungen
  • Wut/Aggresion
  • Zwangsstörungen
  • u. a.

Das Institut für Medizinische Psychologie der Universität Tübingen hat gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Nijmegen nachgewiesen, dass Neurofeedback eine evidenz-basierte und somit wirksame Therapie ist für Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizits-/Hyperaktivitätsstörung AD(H)S. In der Studie der niederländischen Forschungseinrichtung „Brainclinics“, die in der Fachzeitschrift „EEG and Clinical Neuroscience“ erschienen ist, haben die Forscher 2009 eine Meta-Analyse aller 15 bisher veröffentlichten Studien zu Neurofeedback bei ADHS durchgeführt (https://www.brainclinics.com/neurofeedback-bewezen-effectieve-behandeling-bij-adhd). Damit konnten sie zeigen, dass Neurofeedback große und klinisch signifikante Effekte auf die Kernsymptome Impulsivität und Unaufmerksamkeit hat. Im Hinblick auf das Kernsymptom Hyperaktivität konnten mittlere Effekte nachgewiesen werden. Neurofeedback ist als Therapieoption in der Leitlinie ADHS 2018 der Arbeitsgemeinschaft Neuropädiatrie in Deutschland gelistet (https://www.ag-adhs.de/files/aktuelles/langfassung-adhs-leitlinie-080618.pdf).

Am 16.02.2018 veröffentlicht Brainclinics den Artikel ‚Meta-Analyse bestätigt anhaltende Effekte von Neurofeedback‘ (https://www.brainclinics.com/meta-analysis-confirms-sustained-effects-of-neurofeedback-adhd).

Untersuchungen über die Wirksamkeit von Neurofeedback bei anderen Störungen, werden separat durchgeführt. Eine Meta-Analyse zur Wirkung von Neurofeedback bei Epilepsie, die in derselben Ausgabe von „Clinical EEG and Neuroscience“ publiziert ist, ergab ebenfalls den Nachweis von klinischer Wirksamkeit.

In der Leitlinie Migräne der Deutschen Gesellschaft für Neurologie wird die Wirksamkeit von Biofeedbacktherapie in der Migräneprophylaxe gleichgesetzt mit medikamentöser Therapie (Propranolol) (www.awmf.org/leitlinien/detail/II/030-057.html; 2013).

Es gibt viele Veröffentlichungen über Erfolge von Neurofeedback bei Teilleistungsstörungen, Autismus, Schlaganfall, Angststörung und Panik, Verhaltensstörungen, Depression, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Tic-Störung, Tourette-Syndrom, und Schizophrenie. Diese Liste lässt sich fortsetzen.

Außerdem wird Neurofeedback eingesetzt als Training zur Stressreduktion und -bewältigung, zur Schulleistungssteigerung, beruflichem Leistungserhalt, für mentale Spitzenleistungen auch im Sport, bei Künstlern und Musikern und zur Erhaltung der geistigen Flexibilität im Alter.

Wechselwirkungen

Viele gute und andauernde Erfolge sprechen für Neurofeedback.  Zudem ist Neurofeedback nahezu nebenwirkungsfrei und kann zeitgleich mit anderen Therapien und Medikamenteneinnahme gut durchgeführt werden.